Schroeder-Frequenz und Bonello-Kriterium
Die Schroeder-Frequenz ist eine Näherungsgrenze für den modalen Bereich. Sie hängt von Raumvolumen und Nachhallzeit ab:
Die Formel trennt keine physikalisch scharfen Zonen. Dämpfung, Raumform, Positionen und Zielgröße entscheiden, wie stark einzelne Moden noch hervortreten.
Bonello-Kriterium
Das Bonello-Kriterium bewertet tiefe Eigenfrequenzen eines konkreten Raums. Man berechnet die Moden aus den drei Raumabmessungen und zählt sie in aufeinanderfolgenden Terzbändern, meist von etwa 10 bis 200 Hz.
Ein günstiger Verlauf erfüllt zwei Bedingungen:
- Die Modenzahl pro Terzband nimmt mit der Frequenz nicht ab. Gleichstand ist im ersten Schritt zulässig.
- Doppelte Eigenfrequenzen werden vermieden oder nur in Bändern mit hoher Modendichte toleriert.
Leere Terzbänder unterhalb der ersten Eigenfrequenz verletzen das Kriterium nicht. Reine Seitenverhältnisse reichen für die Prüfung nicht aus, weil das absolute Volumen die Eigenfrequenzen verschiebt.
Das Kriterium ist ein Entwurfsfilter für den Tieftonbereich. Es ersetzt weder eine vollständige Simulation noch die Prüfung von Dämpfung, Quellenposition, Hörplatz und realen Randbedingungen.