Hallabstand und Mixing Time

notes.

Hallabstand und Mixing Time

Im Diffusfeld wächst der direkte Anteil mit abnehmendem Abstand, während der diffuse Anteil durch Raumvolumen und Nachhall bestimmt wird. Der Hallabstand rHr_H ist erreicht, wenn beide Schalldruckquadrate gleich sind:

pdir2=pdiff2.p_{\mathrm{dir}}^2=p_{\mathrm{diff}}^2.

Für eine ungerichtete Quelle gilt näherungsweise:

rH=0.057VT.r_H=0.057\sqrt{\frac VT}.

Mit Richtfaktoren von Quelle und Empfänger wird daraus:

rH,Q=0.057QSQEVT.r_{H,Q}=0.057\sqrt{Q_SQ_E\frac VT}.

Am Hallabstand liegen die beiden Einzelanteile gleich hoch. Ihre energetische Summe liegt deshalb um 10log10(2)3.01dB10\log_{10}(2)\approx3.01\,\mathrm{dB} über jedem Einzelanteil.

Mixing Time

Im Spiegelquellenbild steigt die Zahl der Wege bis zur Zeit tt näherungsweise mit dem Kugelvolumen:

N(t)4π(ct)33V,dNdt4πc3t2V.N(t)\approx\frac{4\pi(ct)^3}{3V},\qquad \frac{\mathrm dN}{\mathrm dt}\approx\frac{4\pi c^3t^2}{V}.

Die raumimpulsantwort geht vom Bereich einzelner, geometrisch zuordenbarer Reflexionen in eine dichte Folge über. Eine Kursnäherung für diesen Übergang ist:

tm1.4Vmst_m\approx1.4\sqrt V\,\mathrm{ms}

mit VV in Kubikmetern. Die wahrnehmungsbezogene Schätzung tmp0.58V+21mst_{mp}\approx0.58\sqrt V+21\,\mathrm{ms} liegt aus demselben Grund oft später. Mixing Time ist daher eine Übergangszone und kein scharfer Zeitpunkt.

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