Raumakustik
Ein Raum formt Schall über direkte Wege, Reflexionen, Absorption und Resonanzen. Welche Beschreibung passt, hängt von Zeit, Frequenz und Raumgröße ab.
Die Raumimpulsantwort
Die raumimpulsantwort beschreibt die Antwort zwischen einer bestimmten Quelle und einem bestimmten Empfänger. Der erste Impuls ist der Direktschall. Danach folgen einzelne frühe Reflexionen und eine dichte Folge später Wege, die als Nachhall wahrgenommen und statistisch beschrieben werden können.
Drei Modelle
- Wellentheorie: Druck, Schallschnelle, Interferenz und Moden. Sie ist im tieffrequenten und modalen Bereich nötig.
- Geometrische Akustik: Strahlen und Spiegelquellen. Sie beschreibt frühe Reflexionswege, wenn die Flächen groß gegenüber der Wellenlänge sind.
- Diffusfeldtheorie: mittlere Energiedichte und statistischer Abfall. Sie passt zum späten Nachhall bei hoher Reflexionsdichte.
Die Modelle beschreiben verschiedene Ausschnitte derselben Raumantwort. Ein tiefer Ton kann eine einzelne Raummode anregen, während derselbe Raum bei höheren Frequenzen durch viele überlappende Wege besser statistisch beschrieben wird.
Wahrnehmung und Messung
Messgrößen sollen hörbare Eigenschaften beschreiben. steht für wahrgenommene Stärke, und EDT für Halligkeit, , und für Klarheit, für Quellenbreite, für Umhüllung und STI für Sprachverständlichkeit. Kein einzelner Parameter legt die Qualität eines Raums fest.
Die praktische Kette lautet:
Quellen
Diese Sammlung verdichtet die Vorlesungs-, Übungs- und Hausaufgabenmaterialien des TU-Berlin-Kurses Raumakustik im Sommersemester 2026 sowie das daraus erstellte Bestehensskript.