Musikinduzierte Emotionen und Remediation
Musikemotion entsteht aus dem Zusammenspiel von Ausdruckshinweisen, Hörermerkmalen und medialem Kontext, nicht aus Werkmerkmalen allein (Lepa, 2024).
1. Wahrgenommene versus gefühlte Emotion
Eine methodisch zentrale Trennung:
emotion perceived: zugeschriebener Ausdruck,emotion felt: subjektiv erlebte Reaktion.
Beide Größen korrelieren nur partiell und erfordern getrennte Instruktionen (Schubert, 2010).
2. Ausdruckskommunikation
Das Brunswik-Linsenmodell in der Musikdomäne beschreibt probabilistische Cue-Integration zwischen Ausdrucksintention und Wahrnehmungsurteil, z. B. über Tempo, Lautstärke, Artikulation und Klangfarbe (Juslin, 2000; Lepa, 2024).
3. Mechanismen musikalischer Emotionsinduktion
BRECVEMA strukturiert relevante Mechanismen (u. a. Brainstem Response, Entrainment, Conditioning, Contagion, Imagery, Episodic Memory, Musical Expectancy) (Lepa, 2024).
Mehrere Mechanismen können parallel aktiv sein und unterschiedliche Zeitkonstanten besitzen.
4. Medien- und Situationsabhängigkeit
Remediation verändert den affektiven Prozess über Produktion, Wiedergabeumgebung und Nutzungssituation.
mit Medium , Kontext , Hörermerkmalen .
Befunde zu räumlicher Audiowiedergabe und visueller Performanzmodulation stützen eine starke Kontextsensitivität (Lepa et al., 2014; Sander et al., 2023; Thompson et al., 2005).
co-authored by an AI agent.